Seit 16 Jahren für die Mädchen in Malawi

Am 15.11.2010 wurde unser Verein beim Amtsgericht Osnabrück eingetragen. So lange arbeiten wir bereits intensiv daran, das Leben von Kindern, insbesondere Mädchen und Frauen in Malawi zu verbessern und sie vor einem Leben auf der Straße zu schützen. Nach dem Motto „Leben retten – Chancen bieten“ geht es vor allem darum Zukunftsperspektive durch Schule und Ausbildung zu schaffen. An mittlerweile 6 Standorten geben wir Hoffnung und Zukunftsperspektiven.

Unser Verein arbeitet vollständig ehrenamtlich. Jede Spende kommt zu 100 % unserem Projekt in Malawi zugute. Unser Verwaltungsaufwand wird aus den Mitgliederbeiträgen finanziert.

Video über Magi e.V. ansehen

In dem kurzen Video geben wir Ihnen einen Überblick von dem, was wir Malawi für die Mädchen und Frauen leisten.

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In dem kurzen Video geben wir Ihnen einen Überblick von dem, was wir Malawi für die Mädchen und Frauen leisten.

Anja Hirschmann - Gründerin und Vorsitzende von Magi e.V.

Kindern in Afrika zu helfen, war schon als Kind mein Traum.

Als ich nach meinem ersten Aufenthalt in Malawi meiner Freundin erzählte, dass ich ein Mädchenhaus für gefährdete Mädchen aufbauen möchte, sagte sie nur: „Das war klar, Anja. Schon in der Grundschule hast du immer gesagt, dass du einmal Kindern in Afrika helfen möchtest.“

2007 begann mein Engagement für Malawi mit einer Schulpartnerschaft. Drei Jahre lang unterstützte die Grundschule Atter in Osnabrück die St. Pius Primary School mit Sponsorenläufen, Waffelbackaktionen sowie Advents- und Frühlingsbasaren.

Dann sagte die Schulleiterin zu mir: „Anja, du musst nach Malawi kommen und dir das alles selbst ansehen.“

Ich flog nach Malawi – und die Begegnungen vor Ort veränderten meinen Blick. Besonders die Situation der Mädchen ließ mich nicht mehr los. Aus dem Wunsch zu helfen, wurde eine konkrete Idee: ein geschütztes Zuhause für Mädchen.

So entstand Magi: 2010 gründeten wir Magi e.V. in Deutschland und unsere Partnerorganisation in Malawi. Was mit einer Schulpartnerschaft begann, wurde zu einer Herzensaufgabe, die bis heute besteht.

Magi ist auch noch nach 16 Jahren mein Herzensprojekt.

2010 war es dann soweit – was für ein Abenteuer! Gemeinsam mit sieben Nonnen, die anlässlich eines Jubiläums nach Malawi reisten, machte ich mich auf den Weg. Während der gesamten Reise waren die Kinder für mich der Mittelpunkt. An den unterschiedlichsten Orten kamen wir miteinander in Kontakt. Neugierig beschnupperten wir uns, lachten miteinander und begegneten uns während unserer kleinen Rundreisen durch das Land.

Eine Station führte uns zu einem beeindruckenden Straßenkinderprojekt in der Nähe von Blantyre. Dort konnten Jungen eine Ausbildung machen und beispielsweise Fahrradreparatur, Maurer-, Klempner- oder Zimmermannsarbeiten erlernen.
Ich war gespannt: Was wird hier für die Mädchen angeboten?
Auf meine Frage nach den Mädchen bekam ich nur ein Schulterzucken und die ernüchternde Antwort:
„Die landen in der Prostitution.“
Dieser Satz hat mich tief getroffen. Ich konnte und wollte mich damit nicht abfinden.

Aus diesem Moment heraus entstand Magi. Zurück in Deutschland gründeten wir Magi e.V., in Malawi entstand unsere Partnerorganisation Magi – Malawian Girls. Unser Ziel war klar: Mädchen sollten nicht einfach ihrem Schicksal überlassen werden. Sie sollten Schutz, Bildung und die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben erhalten.

Und auch unser Logo erzählt ein Stück dieser Geschichte: Es wurde von der damals sechsjährigen Elisa entworfen – und begleitet Magi bis heute.

Mittlerweile war ich 51 mal in Malawi und konnte einen tief verwurzelten Kontakt mit den Menschen vor Ort aufbauen. Außerdem habe ich nach nun 16 Jahren ausreichend Kompetenz im Umgang mit den irrwitzigsten Situationen erworben. In Malawi gilt: "Es gibt nichts, was es nicht gibt".  Es ist mir gelungen ein Netzwerk an Behörden, Ämtern, Chiefs, Bürgermeister, befreundeten NGO´s, Banken, Firmen, vor Ort agierenden Gruppen verschiedenster Nationalitäten und malawischen Freunden vor Ort aufzubauen, welches für meine Arbeit enorm wichtig ist.


Unsere Ziele

Mit unserem Konzept „Zukunft“ geben wir die Chance auf eine Zukunft, die unsere Mädchen selber ihren Möglichkeiten entsprechend gestalten können. Damit wirken sie als Multiplikatoren in der Gesellschaftsstruktur  und verändern das Bild der Frau.

Bildung schenkt Zukunft

Bildung ist der wirksamste Weg, um Armut nachhaltig zu überwinden. In Malawi kann nur etwa jeder zweite Mensch über 15 Jahre lesen und schreiben. Obwohl die Grundschule seit 1994 kostenfrei zugänglich ist, gibt es keine allgemeine Schulpflicht – viele Kinder, insbesondere Mädchen, bleiben deshalb ohne Schulbildung.

Genau hier setzen wir an.

Wir geben Mädchen die Chance auf Bildung und damit auf eine selbstbestimmte Zukunft. In unserer eigenen Grundschule ermöglichen wir Kindern einen sicheren Lernort. Auch externe Schülerinnen erhalten hier Zugang zu Bildung. Wer den Sprung in die kostenpflichtige Secondary School schafft, darf weitere vier Jahre bei uns bleiben und wird intensiv begleitet. Bildung ist der Schlüssel, der ihnen neue Lebenswege eröffnet.

Doch wir gehen weiter: Neben dem Schulunterricht erlernen die Mädchen Nähen und Landwirtschaft. Diese Fähigkeiten helfen ihnen, zum Einkommen ihrer Familien beizutragen, ihre Stellung in der Gemeinschaft zu stärken und sich vor Ausbeutung und Prostitution zu schützen.

Um möglichst viele Kinder zu erreichen, bauen wir inzwischen auch Schulen im ländlichen Umland. So bringen wir Bildung dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

 

Ihre Spende wirkt – auf vielen Ebenen:

  • Frühkindliche Förderung in unserer Preschool

  • Schulbildung in unserer eigenen Primarschule

  • Bau weiterer Primarschulen im Umland

  • Besuch der Secondary School

  • Unterstützung auf dem Weg zur Universität

  • Ausbildung in unserem Technical College

  • Landwirtschaftliche Ausbildung zur Existenzsicherung

Aktuell planen und errichten wir zudem ein Technical Collage , um Jugendlichen eine praxisnahe Berufsausbildung zu ermöglichen.

Nachhaltigkeit – von Anfang an gelebte Praxis

Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern von Beginn an ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit – lange bevor der Begriff zum Modewort wurde. Viele Menschen vor Ort leben ohnehin nachhaltig, nicht aus Überzeugung, sondern aus Notwendigkeit: Wegwerfprodukte sind unerschwinglich. Alles wird so lange genutzt, repariert und weiterverwendet, bis wirklich nichts mehr übrig ist.

Darauf bauen wir auf. Wir setzen gezielt auf lokale Ressourcen und nachhaltige Lösungen, um unser Projekt langfristig, verantwortungsvoll und wirksam zu gestalten.

Seit 2018 sichern wir mit unserem Baumpflanzprogramm den Baumbestand und übernehmen eine Vorbildfunktion. In Malawi überzeugt nicht die Theorie, sondern der sichtbare Erfolg. Was funktioniert, wird nachgeahmt. Deshalb setzen wir auf praktische Lösungen mit messbaren Ergebnissen.

In der Land- und Viehwirtschaft reagieren wir gezielt auf die massiven Auswirkungen des Klimawandels. Wir stellen den wasser- und bodenintensiven Maisanbau ein und setzen stattdessen auf Kichererbsen und Erdnüsse. Ab der Anbausaison 2024/25 verzichten wir vollständig auf künstliche Düngemittel und arbeiten ausschließlich mit natürlichen Ressourcen – unter anderem mit den Hinterlassenschaften unseres Viehs.

Durch die Umstellung auf Solarenergie nutzen wir erneuerbare Energie und entlasten gleichzeitig unser Budget, denn Strom ist in Malawi extrem teuer.

An fünf Standorten kochen wir mit Sägespänen, einem Abfallprodukt der Möbelherstellung, das uns kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. So wirken wir aktiv der Abholzung entgegen und verwerten vorhandene Ressourcen sinnvoll.

Mit dem Bau einer Mülltrennungsstation schaffen wir Bewusstsein für Wiederverwendung und Ressourcenschutz. Viele Besucher fotografieren die Station, um das System in ihren Gemeinden nachzuahmen – ein kleiner Schritt mit großer Wirkung.

Auch im Alltag setzen wir auf Müllvermeidung: Durch die Nutzung waschbarer Windelhosen sparen wir enorme Mengen an Abfall. Bei rund einem Dutzend Wickelkindern würden Einwegwindeln nicht nur Müllberge verursachen, sondern auch vor unlösbare Entsorgungsprobleme stellen.

So haben wir Magi von Anfang an zukunftsorientiert aufgebaut – nachhaltig, ressourcenschonend und mit Verantwortung für kommende Generationen.

 Tipp: Video Nachhaltigkeit

Wasser bedeutet Leben

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Menschenrecht. Dennoch prägen Wassermangel, schlechte Wasserqualität und stark eingeschränkte Wasserverfügbarkeit in der Trocken- und Regenzeit den Alltag vieler Familien. Offene Wasserstellen werden gleichzeitig zum Baden, Wäschewaschen, Reinigen von Geschirr und Gerätschaften, zum Tränken der Tiere und schließlich als Trinkwasserquelle genutzt.

Die Verantwortung für die Wasserversorgung liegt meist bei Frauen und Kindern. Täglich legen sie weite Wege zurück. Die Wartung bestehender Brunnen ist häufig nicht gesichert, sodass viele Wasserstellen nach kurzer Zeit wieder unbrauchbar werden.

Wasser ist ein Menschenrecht – und zugleich die Grundlage für Entwicklung.

Sauberes Wasser schützt vor Krankheiten wie Cholera.
Ein ortsnaher Brunnen entlastet Frauen und Kinder und schafft Zeit für Familie, Bildung und Versorgung.
Wasser ermöglicht Hygiene, Gesundheit und Ernährungssicherheit – weit über die Zubereitung von Mahlzeiten hinaus.
Zudem erhöhen Brunnen in Wohnortnähe die Sicherheit, da gefährliche Wege zu entfernten Wasserstellen entfallen und Gewalt gegen Frauen und Kinder reduziert wird.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie nachhaltige Wasserprojekte.
Sie schaffen Zugang zu sauberem Trinkwasser – und legen den Grundstein für Gesundheit, Sicherheit und Zukunft.

Vorstand

1. Vorsitzende: Anja Hirschmann, Tecklenburg

2. Vorsitzende: Julia Niedringhaus, Laggenbeck

Kassenwart: Michael Röttger, Osnabrück

Die Geschichte von Magi

Im Sommer 2010 besuchte unsere 1. Vorsitzende die St. Pius Primary School in Blantyre, Malawi. Was zunächst als Besuch unserer damaligen Partnerschule gedacht war, wurde zu einem Schlüsselmoment für die Entstehung von Magi.

Bei einem Besuch in einem Straßenkinderprojekt wurde deutlich, wie schutzlos insbesondere Mädchen in Malawi sind. Während sich dort zahlreiche Jungen aufhielten, waren kaum Mädchen zu finden. Sie haben oft keine Stimme und keine Lobby und sind dadurch besonderen Gefahren ausgesetzt. Gleichzeitig wurde deutlich, wie dringend sie einen Ort brauchen, an dem sie sicher sind, angenommen werden und eine echte Zukunftsperspektive erhalten.

Aus dieser Begegnung entstand eine Idee, die uns nicht mehr losließ: Wir wollten ein Mädchenhaus schaffen. Einen geschützten Ort in Blantyre, an dem Mädchen nicht auf der Straße um ihr Überleben kämpfen müssen, sondern Geborgenheit, Schutz, Bildung und neue Hoffnung finden.

Die positiven Erfahrungen und Erfolge unserer bisherigen Arbeit in Malawi machten uns Mut, diesen Gedanken Wirklichkeit werden zu lassen. In Deutschland gründeten wir Magi e.V., in Malawi entstand unsere Partnerorganisation Magi.

Seitdem engagieren wir uns – persönlich, mit viel Herzblut und ausschließlich ehrenamtlich – dafür, Mädchen vor Prostitution, Ausbeutung und einem Leben auf der Straße zu schützen. Dabei geht es uns um weit mehr als um ein Dach über dem Kopf und die tägliche Versorgung.

Wir wollen Mädchen stärken. Wir wollen ihnen Bildung ermöglichen. Wir wollen ihnen Selbstvertrauen geben und ihnen die Chance eröffnen, ihr eigenes Leben selbstbestimmt und in Würde zu gestalten.

Heute wissen wir: Ein geschützter Ort kann der Anfang eines völlig neuen Lebensweges sein.

Ihre Spende hilft, diesen Weg möglich zu machen. Sie schenkt Sicherheit, ermöglicht Bildung, gibt Kindern und Mädchen neue Chancen und trägt dazu bei, dass Armut nicht über ihre Zukunft entscheidet.

Denn jedes Mädchen, das bei Magi Schutz, Geborgenheit und Bildung findet, bekommt etwas ganz Entscheidendes: die Chance auf eine eigene, selbstbestimmte Zukunft.

Magi e.V. – Malawian Girls

Verein zur Unterstützung von Mädchen in Malawi

Unser Verein arbeitet ehrenamtlich dafür, Mädchen in Malawi vor einem Leben auf der Straße zu schützen. Seit 2010 haben wir schon so viel erreicht. Neben 6 Standorten mit zahlreichen Bauwerken haben wir verschiedene Programme ins Leben gerufen um die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

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