Nachhaltiger Anbau
Helfen Sie den Menschen in Malawi, die Ernte gegen den Klimawandel zu sichern!
In Malawi beginnt im Oktober und November die Anbauzeit – ein entscheidender Moment für die Familien, die von der Landwirtschaft leben. Doch Jahr für Jahr werden die Regenzeiten unberechenbar: Oft bleiben sie aus, oder Starkregen im Februar und März zerstört die Felder.
Für die Anbauzeit 2024 stellen wir daher komplett auf Erdnüsse, Kichererbsen und Cassava um – Pflanzen, die Hitze und Trockenheit besser überstehen. Auf künstlichen Dünger verzichten wir vollständig und setzen stattdessen auf die natürlichen Hinterlassenschaften unserer Kühe und Ziegen.
Mit dem Anbau von sogenannten Cash Crops versuchen wir, Einnahmen für den lebenswichtigen Mais zu erzielen – die Grundlage für Ernährung und Überleben in Malawi.
Doch all das gelingt nur mit Ihrer Hilfe. Jede Spende unterstützt die Familien dabei, ihre Felder für die unsichere Regenzeit vorzubereiten, Nahrung zu sichern und ihre Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen.
Bitte spenden Sie jetzt und schenken Sie Hoffnung für Malawi.
Januar 2025
Auf unserer Farm haben wir mit Beginn der Pflanzzeit im Oktober 2024 auf Kichererbsen und Erdnüsse umgestellt, da diese Pflanzen Hitze und Trockenheit besser vertragen. Jetzt im Januar zeigt sich der Erfolg. Unsere Kichererbsen und Erdnüsse wachsen hervorragend.
Juni 2024
Einen wichtigen Schritt konnten wir bereits im Sommer 2024 verwirklichen und über 250 Bananenpflanzen einbringen, anstelle von Mais.
Klimawandel
Malawi steht unter dem unbarmherzigen Druck des Klimawandels. Für Familien, die seit Generationen von ihren Maisfeldern leben, ist jeder Erntetag ein Kampf ums Überleben – und dieser Kampf wird immer härter.
Schon 2019 zerstörte Hurrikan „Ida“ ganze Dörfer. Flüsse traten über die Ufer, Felder wurden überschwemmt, Häuser weggespült. Familien standen plötzlich ohne Essen, ohne Dach über dem Kopf da. Viele verloren ihre Ernte – ihre Lebensgrundlage – in nur wenigen Stunden.
2022 brachte eine erbarmungslose Dürre weitere Verzweiflung. Die Sonne brannte auf die Felder, das Land riss auf, und der Mais, auf den so viele Familien angewiesen sind, verdorrte. Kinder hungerten, Mütter und Väter sorgten sich verzweifelt um das Nötigste zum Überleben.
2023 war eine Achterbahn aus Leid: Erst vertrocknete der Mais durch fehlenden Regen, dann brachte Hurrikan „Freddy“ so starke Regenfälle, dass Felder und Häuser von Wassermassen verschlungen wurden. Um das nackte Überleben der Bevölkerung zu sichern, musste Mais aus Mosambik importiert werden – ein stilles Zeugnis der Not, die der Klimawandel hinterlässt.
Und auch 2024/25 droht neues Leid: Meteorologen erwarten wieder extreme Hitze, Dürre und danach Überflutungen durch die wechselnden Wetterphänomene von El Niño zu La Niña. Für die Menschen in Malawi bedeutet das: ungewisse Ernten, wachsende Angst und die ständige Sorge, wie sie ihre Familien ernähren sollen.
Die Regierung hat begonnen, mit Plakaten auf den Klimawandel aufmerksam zu machen – ein Schritt, um die Bevölkerung zu warnen. Doch hinter jeder Statistik, jedem Hurrikan und jedem Ernteverlust stehen echte Menschen: Mütter, Väter, Kinder, die täglich um ihr Überleben kämpfen. Ihre Geschichten sind ein eindringlicher Appell, den Klimawandel nicht länger zu ignorieren.
Maisanbau
Bis zum Jahr 2023 haben wir am Maisanbau festgehalten, weil es das Hauptnahrungsmittel in Malawi ist. Maismehl wird zum Frühstück zu Porridge und zum Mittagessen und Abendessen zu Maisbrei verarbeitet.
Da ist es schwer, sich von dem Hauptlieferanten Mais als Anbaupflanze zu verabschieden. Allerdings laugt der Maisanbau die Böden stark aus, weil er in Malawi viel Dünger benötigt. Der Dünger wird vielfach gestreckt und es gelangt Gott weiß was in die Böden.
Zum Schutz der Böden hatten wir bereits mit Mischkultur gearbeitet. Einerseits wurden Felder mit Maisanbau im folgenden Jahr zur Gemüsepflanzung oder Erdnussanpflanzung genutzt. Andererseits haben wir durch Polykultur versucht den Boden zu schützen. So haben wir stets Mais gemischt mit Kürbispflanzungen, Cassava, Bohnen oder Süßkartoffeln angepflanzt.
Nzima ist der traditionelle Maisbrei. Er wird einfach mit Wasser gemischt und solange gekocht, bis ein zäher Brei entsteht.















